Sonntag, 15. März 2009
Soundtrack - Hilde
thenoise, 14:59h

Wenn Heike Makatsch der Knef nachsingt, merkt man schnell, dass mangelnde stimmliche Fähigkeiten für eine erfolgreiche Interpretation nicht ausreichen. Heike Makatsch singt die Lieder bloß nach, aber sie verkörpert sie nicht. Hier mimt ein Starlet einen Star, das kann nicht gut gehen. Egal welches Stück man mit dem Original vergleicht: Von der Ausdrucksstärke, die Hildegard Knef mit ihrer Stimme und ihrer eigenwilligen Akzentuierung erreichte, ist Heike Makatsch weit entfernt. Makatsch fehlt es am Gespür für die nonchalante Lakonie, mit der die Knef ihre Lieder brachte. Makatsch ist vollauf damit beschäftigt, alles richtig zu machen, Ton und Stimmung halbwegs zu treffen. Beherrschte sie das musikalische Handwerk, würde ihr das den notwendigen Freiraum für eine eigenständige Interpretation geben.
So vermisst man nicht nur die charakteristische und ausdrucksstarke Stimme von Hildegard Knef, sondern auch die Lakonie und Lässigkeit, mit der sie ihre Lieder intonierte.
... comment