Dienstag, 12. November 2013
Kompost
Die Lorbeeren von heute sind der Kompost von morgen.
Stephan A. Jansen, Präsident der Zeppelin Universität, Friedrichshafen

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Dienstag, 15. Oktober 2013
Cay & Brezn
Mit Arash Sasan ein Stunde in der Straßenbahn, 13.10.2012
Die Herkunft des traurigen Liebesliedes sei ungeklärt, erzählt Arash Sasan, daher singe er es auf Türkisch und Armenisch. Das passt wie angegossen zur Fahrt mit der Cay-&-Brezn-Tram, die in diesem Jahr zum dritten Mal durch das multikulturelle München gefahren ist – durch die Dachauer Straße etwa, vorbei an Dönerständen und persischen Restaurants, am Oasis-Supermarkt, der auch am Sonntag voller Leute ist. Im hinteren Wagen spielt die Unterbiberger Hofmusik ihre ureigene bavaturkische Mischung, vorne sitzt Arash Sasan mit seinen Friends. Es ist die letzte Fahrt am herbstsonnigen Sonntag. Die Straßen sind voller Leute, der Verkehr so hektisch, dass der Straßenbahnfahrer immer wieder die Warnklingel rasseln lässt.



Den gefühlvollen Liedern von Arash Sasan können weder Verkehrslärm noch Straßenbahngeklapper etwas anhaben. Der iranische Liedermacher lässt Flamenco anklingen und legt lateinamerikanische Rhythmen unter ein Saadi-Gedicht. Wie in Gedanken versunken singt Arash Sasan mal schwelgerisch, mal klagend – und webt die Melodien von überlieferten Volksliedern und eigenen Kompositionen in den Alltag eines schönen Sonntags.

Nächstes Konzert von Arash Sasan: 26.10., Black Box, München

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Freitag, 11. Oktober 2013
Vernunft
Meine Vernunft sagt: «Du bringst Dein Leben in Gefahr. Fürchte Dich.» Mein Gefühl sagt: «Egal».
Mohammad Rasoulof im Spiegel-Interview.

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Dienstag, 17. September 2013
Thomas Gansch/Georg Breinschmid – Gansch & Breinschmid Live
Ihre Moderationen seien so schlecht, kommentieren die beiden Musiker, dass ihnen vom Österreichischen Fernsehen bald eine Talkshow angeboten werde. Auch wenn sie das lustig meinen und auch einige durchaus gelungene Gags anbringen – weit daneben liegen sie nicht. Einmal mehr mit österreichischen Stereotypen wie dem Tod und der Verbeamtung zu kokettieren, ist nur mäßig originell. Doch Humor ist zu einem guten Teil Geschmackssache, und die Gstanzl – mit denen sie über die phlegmatisch-pragmatisierten Orchestermusiker herziehen – bringen sie durchaus verschmitzt und mit Verve.

Doch auch wer den Humor der beiden Musiker nur streckenweise teilt, kann sich für die eloquente Mischung aus Klassik, Jazz und Pop begeistern. Da trifft Johann Strauss erst auf Charlie Parker und später auf die Beatles, mit eigenen Stücken zeigen sie sich nicht nur als Kenner der jüngeren Pop-Geschichte («Kurt» zitiert Nirvanas «Come As You Are»), sondern auch als launige Liedermacher und mit «Der Tod» geben die beiden Virtuosen ihrem Programm gar eine kabarettistische Note.

Zwei Instrumente, viele Töne – und letztlich doch auch ziemlich viel Witz: Mit ihrem unmittelbar vor dem prognostizierten Weltende im Dezember 2012 aufgenommenen “The End” zeigen sich Thomas Gansch und Georg Breinschmid von ihrer besten Seite.

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Freitag, 26. Juli 2013
Von ganzem Herzen
Wir sollten viel öfter von ganzem Herzen etwas tun, das kein Ziel verfolgt, keine Eile hat und sich nicht lohnen muss!
Auf dem Wanderweg am Walensee

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